DMS 2015- Aufstieg

aufstieg2.bl2015

Für die beiden ersten Februarwochenenden setzte der Deutsche Schwimmverband den diesjährigen Deutschen Mannschftswettbewerb im Schwimmen (DMS) an. So schwammen die Mannschaften der 1. Bundesliga und der drei 2. Bundesligen (Nord, West und Süd) am 07.02.2015 und legten die Grundlage für die Auf-und Abstiege und die neue Ligeneinteilung.

Beim DMS- Wettkampf wird das olympische Programm in einer vorgegebenen Reihenfolge geschwommen. In der 2. Bundesliga und abwärts jeweils in 2 Abschnitten, in der 1. Bundesliga in 3 Abschnitten. Die erschwommenen Zeiten werden anhand der FINA- Kurzbahntabelle in Punkte umgerechnet- Grundlage ist auf der jeweiligen Strecke der aktuell gültige Weltrekord (=1000 Punkte). Aus den jeweiligen Ligen steigen die beiden letztplatzierten Mannschaften automatisch ab, die zwei punktbesten Mannschaften in den jeweils darunter befindlichen Ligen steigen auf. Zu beachten ist dabei, dass jeder Sportler maximal viermal und über keine Strecke doppelt starten darf.

Um in die 2. Bundesliga Nord aufsteigen zu können, werden im Fernvergleich die erreichten Punkte verglichen. Hierbei werden die Ergebnisse aus Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig- Holstein, Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Sachsen- Anhalt herangezogen.

Der KSV Neptun Berlin startete mit zwei Damen- und einer Herrenmannschaft in der Landesliga Berlin. Hier waren die Damen letztes Jahr Zweiter hinter der Mannschaft aus Spandau, die aufgestiegen war, die Herren konnten die Landesliga Berlin gewinnen, waren aber punktemäßig weit entfernt von einem möglichen Aufstieg. Durch den Abstieg des SC Poseidon Berlin bei den Herren war das Ziel unserer Männermannschaft ein Podestplatz, bei den Frauen war das Ziel 14.000 Punkte zu erreichen, da diese letztes Jahr zum Aufstieg ausgereicht haben. Die zweite Damenmannschaft wurden mit den jüngeren Sportlerinnen besetzt, um sie an den Wettkampf heranzuführen und auch in den kommenden Jahren in konkurrenzfähiger Besetzung der 1. Mannschaft starten zu können.

Aufgrund der Verletzung von Charlotte Wendlandt im Vorfeld (Bänder- und Sprunggelenksverletzung) fehlte eine Leistungsträgerin 3 Wochen beim Training und konnte nur leichtes Aquajogging betreiben. Ein möglicher Start war bis zum Wettkampftag offen. Eine gute ausgeglichene Leistungsfähigkeit innerhalb der Mannschaft ermöglichte eine neue Aufstellung, die das Ziel der 14.000 Punkte nicht aus den Augen verlor. 

Durch sehr gute Einzelleistungen auf den Wettkampfstrecken waren die Mädchen im 1. Abschnitt mit erzielten 7195 über der Vorgabe von 7000 Punkten und auf einem guten Weg um ernsthaft um den Aufstieg mitzukämpfen. Diese Leistungen hielten auch bis zum Ende an, selbst auf den 400 Lagen, die jedoch eine Disqualifikation nach sich zog und damit einen Punkteverlust von 535 bedeutete (bei Disqualifikationen ist zwar generell ein Nachschwimmen des selben Sportlers möglich, dieses wird aber auf die maximal 4 möglichen Starts angerechnet), da Jennifer Biel hier auf ihrer vierten Strecke unterwegs war. Somit beendeten die Mädels den Wettkampf statt mit 14.138 nun mit 13.603 Punkten.

Die Herrenmannschaft musste auf einen ihrer Leistungsträger- Björn Janßen- aufgrund von beruflichen Verpflichtungen verzichten, konnte aber mit Johannes Rach einen „alten Hasen“ reaktivieren, der auch ohne Training zwei mehr als ansehnliche Ergebnisse erzielte. Bei den Herren fehlt aber aufgrund der Altersstruktur (Johannes: 21/ Lennart/ Richard: 12 Jahre) in diesem altersunabhängigen Wettkampf die Punktekonstanz. Trotzdem lieferten auch die Jungs gute und sehr gute Einzelergebnisse und konnten den angestrebten Podestplatz hinter dem SC Poseidon Berlin der Mannschaft von Zehlendorf 88 erschwimmen.

Für die Mädchen hieß es nun abwarten und schauen, wofür die 13.603 ausreichen. Da am selben Wochenende die anderen Schwimmverbände auch ihre DMS durchführten und am Sonntag nur noch das Ergebnis aus Schleswig- Holstein offen war, konnte im ersten Vorabvergleich festgestellt werden, dass trotz des Punkteverlustes bisher keine Mannschaft im Norden besser war. Dies erhöhte die Chancen natürlich immens, durfte ja maximal eine Mannschaft besser sein, sollte es mit dem Aufstieg klappen. 

Seit letztem Wochenende ist es nun amtlich, auch in Schleswig- Holstein war keine Damenmannschaft besser und somit steigt die 1. Frauenmannschaft des KSV Neptun Berlin mit nur 25 statt 26 gewerteten Strecken als erste Mannschaft in die 2. Bundesliga Nord auf– gefolgt von der SG Oldenburg.

Wir gratulieren zu dem Erfolg ganz herzlich:

Sabrina Gründer, Mayra Campos, Anne Duderstadt, Jennifer Biel, Rebecca Cron, Charlotte Wendlandt, Frederike Weber und Florentien Oertel

Auch allen anderen Schwimmerinnen und Schwimmer gratulieren wir natürlich zu den gezeigten tollen Leistungen! Weiter so!

Einzelergebnisse

Mannschaftsfoto

Protokoll Landesliga

Offizielle Mitteilung